Universität Fribourg Université de Fribourg Suisse | Universität Freiburg Schweiz Studienangebot

Wirtschafts- und Rechtswissenschaftliche Studien

Kurzbeschreibung

Der Bachelor in Wirtschafts- und Rechtswissenschaftlichen Studien ist ein neuartiges und in der Schweiz einzigartiges Studium, bei dem die wichtigsten Aspekte der Betriebswirtschaftslehre (oder des Managements), der Ökonomie und der Rechtswissenschaften effizient behandelt werden. Im Laufe ihres Studiums können sich die Studierenden die wichtigsten Konzepte dieser Disziplinen aneignen.
Die Betriebswirtschaftslehre befasst sich mit allen Entscheidungen, die im Unternehmen in den folgenden Bereichen getroffen werden: Produktion, Finanzwesen, Marketing, Buchhaltung, Controlling, Personalwesen und Strategie. Die erarbeiteten Lösungen zielen darauf ab, den Ressourceneinsatz zu optimieren oder für die Erreichung verschiedener Ziele optimale Kompromisse zu erzielen. Traditionellen gewinnorientierten Unternehmen, Non-Profit-Unternehmen, Behörden, Krankenhäusern, Vereinen und internationalen Organisationen werden konkrete und pragmatische Lösungen geboten.
In der Volkswirtschaftslehre wird nach Lösungen für wirtschaftliche und gesellschaftliche Probleme gesucht. Untersucht werden dabei beispielsweise das Verhalten der Akteure bei Ressourcenknappheit, die zwischenmenschlichen Beziehungen im Unternehmen oder bei staatlichen Institutionen sowie die Rolle der Märkte und sonstigen Koordinierungsmechanismen wie insbesondere der staatlichen Eingriffe in die wirtschaftlichen und sozialen Prozesse.
Im Bereich Rechtswissenschaften werden schliesslich die Eigenschaften und Grundfunktionen des Rechts als soziales System untersucht. Die Studierenden vertiefen ihre Kenntnisse der verschiedenen Rechtsbereiche (öffentliches Recht, Strafrecht, Europarecht, Zivilrecht) und stellen dabei insbesondere die historische Entwicklung des Rechts in den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext.
Die Studierenden haben die Möglichkeit, so gut wie alle Kurse entweder in französischer oder in deutscher Sprache zu absolvieren. Wenn sie sowohl deutsch- als auch französischsprachige Kurse besuchen, erlangen sie den Zusatz «Zweisprachiges Studium». Für optimale Studienbedingungen sorgt die enge persönliche Begleitung, durch die sich diese Ausbildung auszeichnet.

Profil des Studienprogramms anzeigen

Profil des Studienprogramms

Der Studienplan stützt sich auf die bereits vorhandenen Studiengänge BWL, VWL und Recht und wurde so erstellt und optimiert, dass den Studierenden allgemeine und dennoch solide Kenntnisse in den verschiedenen Rechts-, BWL- und VWL-Bereichen vermittelt werden. Nach Abschluss des Bachelors können die Studierenden gemäss den von ihnen im zweiten und dritten Studienjahr gewählten Kursen mit dem Masterstudium in Betriebswirtschaftslehre oder Volkswirtschaftslehre der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät beginnen. Das Studium wendet sich auch an diejenigen, die im Bereich Wirtschaft und Recht eine Lehrtätigkeit in den Maturitätsschulen anstreben.
Die Studierenden absolvieren zwei Drittel ihres Studiums an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät (Hauptfach in «Management und Ökonomie», 120 ECTS-Kreditpunkte) und das restliche Drittel an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät (Grosses Nebenfach in «Rechtswissenschaften», 60 ECTS- Kreditpunkte). Den Studierenden wird von der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät für jedes Studienjahr ein klar strukturierter Studienplan ausgehändigt. Gemäss Reglement für Studierende mit Rechtswissenschaften als Nebenfach können sich die Studierenden ihr Programm in der Rechtswissenschaftlichen Fakultät während ihres gesamten Bachelorstudiums selbst zusammenstellen.

Im ersten wirtschaftswissenschaftlichen Studienjahr machen sich die Studierenden nach und nach mit der Disziplin vertraut, insbesondere auch im Bereich der Mikroökonomie. Weiterhin belegen sie ausführliche Einführungen in die BWL und die Unternehmensrechnung. Gleichzeitig werden Kenntnisse in Statistik und Mathematik vermittelt, die als Grundlage für die fortgeschrittenen Bachelor- oder Masterkurse dienen.

Im zweiten Jahr ist ein Teil der Kurse zur Vervollständigung der Grundkenntnisse für die Studierenden verpflichtend. Hierzu zählen die Grundlagen in den Bereichen Makroökonomie, öffentliches Finanzwesen, Investitions- und Finanzierungstheorie sowie Marketing.

Der Rest der Kurse im zweiten und dritten Jahr kann frei aus den volkswirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Programmen der Fakultät ausgewählt werden. Diese Flexibilität soll es den Studierenden ermöglichen, entweder im volkswirtschaftlichen oder im betriebswirtschaftlichen Bereich ein persönliches Profil zu entwickeln. Nach dem Abschluss des Studiums verfügen die Absolventinnen und Absolventen aufgrund der allgemeinen und vollständigen Ausbildung über theoretische und praktische Kenntnisse.

Während der drei Studienjahre verfügen die Studierenden über grosse Wahlfreiheit bei den rechtswissenschaftlichen Kursen und können sich somit auch dort ein adäquates Profil aufbauen, das ihren Wünschen entspricht.

Freiburger Profil
Die Fakultät bietet eine moderne, auf dem neusten Forschungsstand basierende Ausbildung, die der humanistischen Tradition der Universität folgt. Zum einen werden den Studierenden Kompetenzen vermittelt, mit denen sie Antworten und Lösungen für die aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme finden können, zum anderen machen sie sich mit den Grundlagen vertraut, die für das Verständnis der in den Wirtschaftswissenschaften verwendeten Werkzeuge unverzichtbar sind. Die zusätzliche rechtswissenschaftliche Ausbildung eröffnet ihnen Möglichkeiten in der komplexen Welt des Rechts. Das Studienangebot wird vollständig parallel in französischer und in deutscher Sprache angeboten und ist damit eine perfekte Vorbereitung auf den nationalen und internationalen Arbeitsmarkt.

Ausbildungsziele
Absolventinnen und Absolventen der Rechtswissenschaftlichen und der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät sind sehr gefragt, da sie über zahlreiche Fähigkeiten sowohl in VWL und BWL als auch in spezifischen Rechtsbereichen verfügen.

Methodische Kompetenzen
Die Studierenden lernen, ihren Problemansatz bei Unsicherheit und ständigen Veränderungen zu strukturieren, fundierte Diagnosen aufzustellen, Lösungen und Prognosemodelle zu entwickeln sowie staatliche und private Unternehmen und Institutionen zu beraten. In den Kursen werden qualitative und quantitative Methoden erlernt, die in Übungen, Gruppenarbeiten, beim Studium praktischer Anwendungsfälle und mit der Erstellung der Bachelorarbeit abgerundet werden.

Berufliche Kompetenzen
Die Ausbildung stützt sich auf die wissenschaftliche Erfahrung und Kompetenz der Professoren. Diese nehmen die jüngsten Forschungsergebnisse unmittelbar in ihre Lehre auf. Dasselbe gilt für die von den Forschern entwickelten modernsten Werkzeuge. Durch diese Kompetenzvermittlung werden die Studierenden bestmöglich auf ihr zukünftiges Berufsleben vorbereitet.

Soziale Kompetenzen
Die Zweisprachigkeit und der interdisziplinäre Ansatz dieses Studiums kommen den Studierenden stark zugute. Sie lernen unterschiedliche Umgebungen kennen, machen sich mit verschiedenen Ansätzen vertraut und arbeiten mit verschiedenen Personen zusammen. Aufgrund der optimalen Klassengrösse wird häufig auf Gruppenarbeit und Diskussionen zurückgegriffen, was eine interaktive Lehre begünstigt und die gegenseitige Hilfsbereitschaft fördert. Dieser besondere Kontext der Freiburger Studien ist eine Bereicherung der im Studium angeeigneten Kenntnisse.

Berufsperspektiven
Die jungen Absolventinnen und Absolventen können nach dem Studium eine Laufbahn in kleinen und mittelständischen Unternehmen oder in Grosskonzernen anstreben, wobei ihnen verschiedene Stellen im operativen Bereich, im Management oder in der Beratung offenstehen. Die erworbenen rechtswissenschaftlichen Grundlagen sind dabei hilfreich für das Verständnis der juristischen Probleme, mit denen die Wirtschaftswelt konfrontiert ist. Auch der öffentliche Dienst bietet zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten. Die verschiedenen staatlichen und privaten Institutionen, Berufsverbände und Gewerkschaften sind ebenfalls beliebte Arbeitgeber. Die allgemeine und interdisziplinäre Ausbildung (VWL, BWL, Recht) verleiht den Absolventinnen und Absolventen ein einzigartiges Profil, das stark nachgefragt ist. Natürlich können die jungen Absolventinnen und Absolventen ihre Ausbildung auch mit einem Masterstudium fortsetzen.

Studienaufbau

Studienstruktur

120 ECTS-Kreditpunkte Management und Ökonomie + 60 ECTS-Kreditpunkte Recht, 6 Semester

Studienplan

http://studies.unifr.ch/go/ac8PM
http://studies.unifr.ch/go/5P3md

Zulassung

Folgende schweizerische Vorbildungsausweise berechtigen zur Zulassung zum Bachelorstudium an der Universität Freiburg:

  • Schweizerische oder schweizerisch anerkannte kantonale, gymnasiale Maturität
  • Eidgenössisches Berufsmaturitätszeugnis in Verbindung mit dem Ausweis über die bestandenen Ergänzungsprüfungen
  • Bachelorabschluss einer schweizerischen universitären Hochschule, einer anerkannten schweizerischen Fachhochschule (FH) oder pädagogischen Hochschule (PH)

Eine Liste aller weiteren anerkannten schweizerischen Vorbildungsausweise befindet sich auf der Webseite von swissuniversities: https://www.swissuniversities.ch/de/services/zulassung-zur-universitaet/schweizerische-ausweise/

Ausländische Vorbildungsausweise werden grundsätzlich nur anerkannt, wenn sie im Wesentlichen einer schweizerischen gymnasialen Maturität entsprechen. Sie müssen einen allgemein bildenden Charakter aufweisen. Als allgemein bildend gilt ein ausländischer Vorbildungsausweis, wenn in den letzten drei Schuljahren der Sekundarstufe II durchgehend mindestens sechs allgemein bildende, voneinander unabhängige Fächer gemäss folgender Liste absolviert wurden:

  1. Erstsprache
  2. Zweitsprache
  3. Mathematik
  4. Naturwissenschaften (Biologie oder Physik oder Chemie)
  5. Geistes- und Sozialwissenschaften (Geographie oder Geschichte oder Wirtschaft/Recht)
  6. Frei wählbar (zusätzliche Sprache oder ein Fach aus den Fächergruppen 4 oder 5)

Die allgemeinen sowie die länderspezifischen Mindestanforderungen für ausländische Vorbildungsausweise für die Zulassung zum Bachelorstudium an der Universität Freiburg befinden sich auf der Webseite von swissuniversities: https://www.swissuniversities.ch/de/services/zulassung-zur-universitaet/laender/
Zusätzlich muss der Nachweis ausreichender Deutsch- oder Französischkenntnisse erbracht werden.

Als Grundlage für die Bewertung von ausländischen Vorbildungsausweisen gelten die «Empfehlungen der CRUS vom 7. September 2007 für die Bewertung ausländischer Reifezeugnisse» (http://studies.unifr.ch/go/crus07de). Die Zulassungsbestimmungen sind jeweils für das angegebene akademische Jahr gültig. Das Rektorat der Universität Freiburg behält sich das Recht vor, sie jederzeit zu ändern.

Nebenprogramme nach Wahl

Recht

Wer sich für ein Bachelorstudium in Rechtswissenschaften entscheidet erwirbt das juristische Basiswissen in allen wichtigen Rechtsgebieten. In drei Jahren belegen die Studierenden die Fächer Öffentliches Recht, Römisches Recht, Strafrecht, Europa- und Völkerrecht, Zivilrecht, Rechtsgeschichte, Obligationenrecht, Steuerrecht, Handels- und Wirtschaftsrecht, Sozialrecht und Rechtsphilosophie.
Neben den Vorlesungen lernen die Studierenden in praktischen Übungsveranstaltungen, Gesetze und Gerichtsentscheide zu interpretieren, Lösungen für grundlegende Rechtsprobleme zu finden und die Bedeutung aktueller rechtswissenschaftlicher Diskussionen für den juristischen Alltag zu erkennen.
In Freiburg können fast alle Vorlesungen wahlweise auf Deutsch oder auf Französisch besucht werden. Dadurch können die Studierenden ihr Diplom mit dem Zusatz «Zweisprachiges Studium» aufwerten. Weitere Vorteile bieten die persönliche Betreuung während des Studiums sowie die vielen Austauschangebote mit Partneruniversitäten im In- und Ausland.

Weitere Infos