Universität Fribourg Université de Fribourg Suisse | Universität Freiburg Schweiz Studienangebot

Umweltwissenschaften

Kurzbeschreibung

Der interfakultäre Bereich Umweltwissenschaften bietet sieben Nebenprogramme an. Allen gemeinsam ist der Grundkurs, der ein breites, interdisziplinäres Basiswissen vermittelt. Dazu gehören naturwissenschaftliche, ethische, ökonomische sowie juristische Inhalte. Dozierende aus verschiedenen Fakultäten und Spezialisten aus der Praxis zeigen Brennpunkte und Lösungsansätze auf und vermitteln theoretisches Wissen. Exkursionen ermöglichen Einblicke beispielsweise in technische Anlagen, Verarbeitungs- und Verwertungsprozesse, Forschungslabore oder Schutzgebiete.
Zwei Studienprogramme ermöglichen den angehenden Umweltwissenschaftlerinnen und Umweltwissenschaftlern über den Grundkurs hinaus entweder eine Spezialisierung in Umweltrecht oder in Umweltpraxis. Bei den anderen Studienprogrammen sind folgende Schwerpunkte möglich: Nachhaltigkeit; Ökologie; Umweltethik; Umweltökonomie; Ressourcen.

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Profil des Studienprogramms

Der interfakultäre Bereich Umweltwissenschaften bietet zwei Studienprogramme zu 60 und fünf Studienprogramme zu 30 ECTS-Kreditpunkten an. Die grossen Studienprogramme werden mit unterschiedlichen Spezialisierungen angeboten. Beide vermitteln im ersten Teil ein breites, interdisziplinäres Grundwissen. Naturwissenschaftliche Vorlesungen zeigen Ansätze zum Verständnis von chemischen, physikalischen und biologischen Systemen und deren Prozessen, Kreisläufen und Zusammenhängen auf – die Studierenden erlangen wichtige Kenntnisse darüber, woraus die Umwelt besteht und wie sie funktioniert. Zur Vorbereitung auf Entscheidungsaufgaben im späteren Berufsleben werden ethische und ökonomische Fragestellungen diskutiert und der Umgang mit Gesetzestexten geübt. Problemstellungen im Umweltbereich können vielschichtig, weitreichend und komplex sein, es braucht genaue Abwägungen von ökologischen, ökonomischen und moralischen Werten; Interessen und Verantwortungen müssen erkannt und Auswirkungen bedacht werden – auch zwischen verschiedenen Ebenen. Zu den Vorlesungen der Grundkursveranstaltungen Ressourcen, Ökologie und Umweltrecht/-ökonomie wird ergänzende Literatur empfohlen, in Umweltethik mit dem von Prof. Brenner eigens dafür verfassten Buch gearbeitet.

Die Umweltwissenschaften bieten zusätzlich zum obligatorischen Grundkurs noch einzelne Vorlesungen sowie Exkursionen an. In den so genannten Spezialveranstaltungen werden Themen wie die Nachhaltigkeit, die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt aus sozialanthropologischer Sicht und die Auswirkung von elektromagnetischen Strahlen (z. B. Mobilfunkstrahlung) auf die Umwelt behandelt. Das Lehrangebot der Umweltwissenschaften wird laufend evaluiert und momentan in Richtung Nachhaltigkeit weiter entwickelt. Dozierende aus verschiedenen Fakultäten der Universität Freiburg und Spezialisten aus der Praxis besprechen Brennpunkte, zeigen Lösungsansätze auf und vermitteln theoretische Grundlagen. Die Studierenden lernen, den ausufernd verwendeten Begriff «Nachhaltigkeit» einzugrenzen und zu verstehen. Die Vorträge werden auf der Lernplattform Moodle und in regelmässigen Synthesesitzungen diskutiert. Aus der ersten Lehrveranstaltung entstand 2012 eine Gruppe (NEUF), in der Studierende sich aktiv für einen nachhaltigen Betrieb der eigenen Universität engagieren.

In einem sich jährlich leicht ändernden Exkursionenprogramm werden beispielsweise Energie, Abfall, Nahrung, Naturschutz oder Stadtentwicklung thematisiert. Exkursionen sind eine wertvolle Ergänzung zu theoretischem Wissen – Studierende bekommen Einblick in technische Anlagen, lernen Verarbeitungs- und Verwertungsprozesse kennen, besuchen Forschungslabore, Schutzgebiete, Ausstellungen, modernisierte Quartiere und vieles mehr.

Wer sich zusätzlich ein solides juristisches Grundwissen erarbeiten möchte, wählt die Spezialisierung in Umweltrecht, welche mehr als die Hälfte des Studienprogramms ausmacht und aus Vorlesungen in öffentlichem Recht und Umweltrecht an der juristischen Fakultät besteht.

Beim Studienprogramm mit Spezialisierung in Umweltpraxis haben die Studierenden die Möglichkeit, aus einem breiten Angebot von Kursen aller Fakultäten diejenigen auszuwählen, welche sie am meisten interessieren. Einige Studienmodule finden an der Universität Bern statt. Nebst Exkursionen und Seminar mit Gruppenarbeit beinhaltet dieses Studienprogramm einen für ein Universitäts-Studium ungewöhnlichen Teil: ein dreimonatiges Vollzeit-Praktikum.

Die Umweltwissenschaften bieten auch Studienprogramme zu 30 ECTS-Kreditpunkten an. Der Aufbau ist bei allen identisch: Der oben beschriebene, auch zu den grossen Studienprogrammen gehörende Grundkurs sowie Exkursionen sind obligatorisch; danach besuchen die Studierenden Kurse, welche sie von einer umfangreichen Liste frei wählen können. Die Kurse entsprechen thematisch dem Schwerpunkt:

Nachhaltigkeit
Der Schwerpunkt Nachhaltigkeit setzt bei einem stark umweltbeeinflussenden Faktor an: dem menschlichen Handeln. Lehrveranstaltungen in Ethik, Verhaltenspsychologie, Geographie und weiteren Disziplinen lokalisieren den Menschen, sein Handeln und seine Bewegungen in Umwelt und Gesellschaft und diskutieren Theorien zu Verhaltensmechanismen. Sie werden ergänzt durch Kurse und Seminare, die zukunftsgerichtet u. a. praktischen Naturschutz, sozio-ökonomische Veränderungen oder nachhaltige Ökonomie, Entwicklung und Politik behandeln.

Ökologie
Aufbauend auf den im Grundkurs angesprochenen ökologischen Themen werden im diesem Schwerpunkt umweltrelevante biologische, geographische und geologische Fachkenntnisse vermittelt. Je nach persönlichem Interesse kann die Orientierung auf eines dieser Fachgebiete konzentriert werden, oder es kann eine breiteres Spektrum mit einer Kombination von biologischen und geo-wissenschaftlichen Lehrveranstaltungen angestrebt werden. Studierende aus nicht-naturwissenschaftlichen Fakultäten wird empfohlen, mindestens eine Grundvorlesung in Biologie, Geographie oder Geologie zu besuchen.

Umweltethik
Der Schwerpunkt Umweltethik umfasst Lehrangebote (Vorlesungen, Seminare und Spezialveranstaltungen) aus der philosophischen und theologischen Fakultät. Angeboten wird einerseits eine vertiefte Einführung in die Ethik (Grundlagen, Methoden), andererseits die Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen der Angewandten Ethik (insbesondere Fragen der Umweltethik und der Sozialethik) sowie ethischer Spezialthemen aus philosophischer bzw. theologischer Sicht.

Umweltökonomie
Der Grundgedanke des Schwerpunkts Umweltökonomie ist es, solche Aspekte der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften für das Fach Umweltwissenschaften nutzbar zu machen die sich im Rahmen von Betriebswirtschaftslehre (insbesondere Marketing und Unternehmensführung), Volkswirtschaftslehre und Gesellschaftswissenschaften mit Umweltproblemen, -sachverhalten und -wirkungen beschäftigen. Dabei ist der Umweltbezug nicht immer explizit. Ein Beispiel: NPO (Non-Profit-Organisations)-Marketing betrifft natürlich nicht nur Umweltorganisationen, aber eben auch diese; ein wesentlicher Aspekt von Unternehmensführung ist natürlich die Umweltbeziehung des Unternehmens etc. Gemeinsam sollte allen empfohlenen und möglichen Veranstaltungen ein Bezug zur ökonomischen Sicht- und Denkweise bezüglich ökologischer Themen und Probleme sein.

Ressourcen
Im Schwerpunkt Ressourcen werden die Grundlagen der Analytik gelehrt (allgemeine und organische Instrumentalanalyse mit Praktikum), wie sie auch in den Umweltwissenschaften gebraucht werden, z.B. zum Nachweis von Umweltgiften, toxischen Gasen etc. Daneben gehören die beiden Vorlesungen «Chemie im Alltag» und «Physik im Alltag» sowie «Radioaktivität und Strahlung» zum Angebot dieses Schwerpunkts. Der Stoff, welcher in den Grundvorlesungen in Physik und Chemie vermittelt wird ist Voraussetzung zum Verständnis der Kurse im Schwerpunkt Ressourcen.

Studienaufbau

Studienstruktur

60 ECTS-Kreditpunkte als Nebenprogramm

Studienplan

http://www.unifr.ch/science/plans/plans_d.php

Varianten

Wird auch als Nebenprogramm zu 30 ECTS-Kreditpunkten angeboten.