Universität Fribourg Université de Fribourg Suisse | Universität Freiburg Schweiz Studienangebot

Rechtswissenschaft

Kurzbeschreibung

Wer sich für ein Bachelorstudium der Rechtswissenschaft entscheidet, erwirbt das juristische Basiswissen in allen wichtigen Rechtsgebieten. Das Studium im Vollzeitmodus ist auf drei Jahre angelegt und stufenförmig aufgebaut, indem die einzelnen Rechtsgebiete in mindestens zwei Jahren zur Sprache kommen.
Zum Unterricht gehören die Vorlesungen, aber auch die zahlreichen Übungsveranstaltungen, in denen die Studierenden in der Analyse, der Lösung und der Kritik konkreter Rechtsfragen angeleitet werden, dies interaktiv und in kleineren Gruppen.
In Freiburg werden fast alle Lehrveranstaltungen in deutscher und in französischer Sprache angeboten. Sie haben die Wahl: Sie können sämtliche Veranstaltungen in deutscher Sprache belegen, haben aber auch die Möglichkeit, Ihren Abschluss durch den Zusatz «Zweisprachiges Studium, Deutsch/Französisch» anzureichern. Gewichtige Vorteile sind weiter die übersichtlichen Verhältnisse an der Fakultät sowie die persönliche Betreuung während des Studiums.

Profil des Studienprogramms anzeigen

Profil des Studienprogramms

Grundzüge des Studiums
Den Bachelor of Law erlangen Sie im Vollzeitstudium nach drei Jahren. Dabei sind die Lehrveranstaltungen nach Möglichkeit auf vier Wochentage verteilt. Damit bleibt Zeit für die Auseinandersetzung mit dem Stoff im Selbststudium, aber auch dafür, von zusätzlichen Angeboten Gebrauch zu machen.

Besonderes Merkmal des Vollzeitstudiums ist sein stufenförmiger Aufbau, indem einzelne Rechtsgebiete mehrfach zur Sprache kommen. Daraus ergibt sich ein klar strukturierter Studienplan, der Sie durch das breite Fächerangebot führt und Sie dabei unterstützt, sich ein Verständnis für die Grundlagen des Rechts und solide Kenntnisse in den verschiedenen Rechtsgebieten zu erarbeiten.

Jedes Studienjahr wird mit Prüfungen abgeschlossen, damit Sie sich periodisch Aufschluss über Ihren Studienerfolg verschaffen können. Mit dem Bachelor of Law steht Ihnen der Weg ins Masterprogramm offen.

Zum Aufbau des Studiums
Der Erfolg in der Rechtspraxis bedingt ein breites und solides juristisches Fundament.

  • Erstes Studienjahr: Einführung ins Recht, ZPO/SchKG, Römisches Recht, Personenrecht, Bundesstaatsrecht, Strafrecht (I), Europarecht und Völkerrecht
  • Zweites Studienjahr: Sachenrecht, Obligationenrecht (AT), Verwaltungsrecht (AT), Steuerrecht, Strafrecht (II) und Strafprozessrecht sowie Rechtsgeschichte
  • Drittes Studienjahr: Familienrecht, Erbrecht, Obligationenrecht (BT und Haftpflichtrecht), Handels- und Wirtschaftsrecht, Verwaltungsrecht (BT), Arbeits- und Sozialversicherungsrecht sowie Rechtsphilosophie

Unsere Lehrveranstaltungen sind darauf angelegt, Ihnen jene Fähigkeiten zu vermitteln, die es braucht, um sich sicher und gewandt im Rechtssystem zu bewegen. Konsequent werden Sie dazu angehalten, rechtlich relevante Texte (vorab Gesetze und Gerichtsurteile) in ihren systematischen Bezügen kritisch zu analysieren, Rechtsfragen zu erkennen und tragfähige Lösungen zu erarbeiten. Beteiligung im Unterricht ist erwünscht, wobei auch der schriftliche Ausdruck gefördert und geübt wird. Am Schluss Ihres Studiums verfügen Sie über Kenntnisse und Methoden, die es Ihnen erlauben, auch neue und neuartige Rechtsprobleme anzugehen.

Vertiefen von Fachbereichen mit Zusätzen und Spezialkrediten
Bereits auf Bachelor-Stufe können Sie bestimmte Bereiche vertiefen, indem Sie Zusätze und Spezialkredite erwerben.

Zusätze geben Ihrem Diplom ein besonderes Gepräge. Erworben werden sie durch Leistungen, die zu den nach Studienplan erforderlichen Leistungen hinzutreten. Möglich sind derzeit folgende Zusätze:

  • Europarecht
  • Religionsrecht («Utriusque Iuris»)
  • Zweisprachiges Studium, Deutsch/Französisch

Spezialkredite («special credits») werden an die ECTS-Kreditpunkte angerechnet, die für unseren Masterabschluss erforderlich sind. Erwerben können Sie sie, indem sie von einem der vielfältigen Zusatzangebote Gebrauch machen, die Ihnen nach dem erfolgreichen Abschluss des ersten Studienjahres offenstehen.

Internationale Vernetzung und Gastsemester («Erasmus»)
Seit ihren Anfängen setzt unsere Fakultät auf eine starke internationale Vernetzung und pflegt den Austausch mit einer grossen Zahl von Fakultäten im Ausland. Dies kommt auch unseren Studierenden zugute. Zu den Angeboten, die wir gemeinsam mit Partneruniversitäten bestreiten, gehören zum Beispiel:
– Center for Transnational Legal Studies (CTLS) in London; Student Exchange in Shanghai (China);
– Internationale Seminare «Galatasaray (Türkei) – Freiburg» und «Craiova (Rumänien) – Freiburg»;
– Sommeruniversität des Instituts für Föderalismus an der Universität Freiburg;
– Summer School «European Private Law» an der Universität Salzburg (Österreich).

Doch können Sie auch am Swiss European Mobility Programme teilnehmen, also einen ein- oder zweisemestrigen Auslandaufenthalt an einer von über 100 europäischen Rechtsfakultäten einschalten und dort Erfahrungen sammeln, die Ihnen auch in Ihrer späteren Praxis zugute kommen werden. Ihr Studium verlängert sich dadurch nicht unbedingt; entscheidend ist, in welchem Umfang Sie im Ausland Leistungen erbringen, die wir Ihnen in Freiburg anrechnen können.

Besonders Ambitionierte machen Gebrauch vom Programm «Double diplôme de Bachelor Fribourg/Paris II», mit dem sie zeitgleich auf einen Bachelor der Universität Freiburg und einen Bachelor der Universität Panthéon-Assas (Paris II) hinarbeiten.

Dazu kommt die Möglichkeit, während eines Gastsemesters oder eines Gastjahres die Lehrveranstaltungen an einer anderen Schweizer Universität zu belegen.

Ausbildungsziele und Berufsperspektiven
Das Bachelor-Studium an unserer Fakultät will den Studierenden eine grundsolide juristische Allgemeinbildung vermitteln. Wir halten nichts von einer verfrühten Spezialisierung, da Spezialwissen schnell veraltet. Viel besser gerüstet ist, wer über ein vertieftes Verständnis der Kernbereiche verfügt.

Viele Studierende, die den Bachelor hier erworben haben, entscheiden sich für eine Fortsetzung des Studiums auf Masterstufe und machen dafür vom stark praxisorientierten, fächerübergreifenden Studienangebot in Freiburg Gebrauch. Eine Berufstätigkeit als Anwältin oder Anwalt ist erst mit dem Master-Abschluss möglich, wobei sich unseren Absolventinnen und Absolventen mannigfaltigste Berufsfelder eröffnen.

Studienaufbau

Studienstruktur

180 ECTS-Kreditpunkte, 6 Semester
Vorlesungen und Übungen an mindestens vier Wochentagen.

Studienplan

http://studies.unifr.ch/go/jPgcg

Bemerkung

Unser überzeugend strukturiertes Vollzeitstudium ist eine hervorragende Möglichkeit, das Studium der Rechtswissenschaft auf direktestem Weg erfolgreich zu betreiben. Manchmal aber gibt es Fragen, die vor dem Studium oder auch dann aufkommen, wenn Sie bereits studieren. Deshalb bietet die Fakultät Studieninteressierten und ihren Studierenden eine Studienberatung an. Nähere Auskünfte erteilt das Dekanat.

Zulassung

Folgende schweizerische Vorbildungsausweise berechtigen zur Zulassung zum Bachelorstudium an der Universität Freiburg:

  • Schweizerische oder schweizerisch anerkannte kantonale, gymnasiale Maturität
  • Eidgenössisches Berufs- oder Fachmaturitätsausweis in Verbindung mit dem Ausweis über die bestandenen Ergänzungsprüfungen
  • Bachelorabschluss einer schweizerischen universitären Hochschule, einer anerkannten schweizerischen Fachhochschule (FH) oder pädagogischen Hochschule (PH)

Eine Liste aller weiteren anerkannten schweizerischen Vorbildungsausweise befindet sich auf der Webseite von swissuniversities: http://studies.unifr.ch/go/de-admission-swisscertificates

Ausländische Vorbildungsausweise werden grundsätzlich nur anerkannt, wenn sie im Wesentlichen einer schweizerischen gymnasialen Maturität entsprechen. Sie müssen einen allgemein bildenden Charakter aufweisen. Als allgemein bildend gilt ein ausländischer Vorbildungsausweis, wenn in den letzten drei Schuljahren der Sekundarstufe II durchgehend mindestens sechs allgemein bildende, voneinander unabhängige Fächer gemäss folgender Liste absolviert wurden:

  1. Erstsprache
  2. Zweitsprache
  3. Mathematik
  4. Naturwissenschaften (Biologie oder Physik oder Chemie)
  5. Geistes- und Sozialwissenschaften (Geographie oder Geschichte oder Wirtschaft/Recht)
  6. Frei wählbar (zusätzliche Sprache oder ein Fach aus den Fächergruppen 4 oder 5)

Die allgemeinen sowie die länderspezifischen Mindestanforderungen für ausländische Vorbildungsausweise für die Zulassung zum Bachelorstudium an der Universität Freiburg befinden sich auf der Webseite von swissuniversities: http://studies.unifr.ch/go/de-admission-country-list
Zusätzlich muss der Nachweis ausreichender Deutsch- oder Französischkenntnisse erbracht werden.

Als Grundlage für die Bewertung von ausländischen Vorbildungsausweisen gelten die «Empfehlungen der CRUS vom 7. September 2007 für die Bewertung ausländischer Reifezeugnisse» (http://studies.unifr.ch/go/crus07de). Die Zulassungsbestimmungen sind jeweils für das angegebene akademische Jahr gültig. Das Rektorat der Universität Freiburg behält sich das Recht vor, sie jederzeit zu ändern.

Varianten

Wird auch als Nebenprogramm (60/30 ECTS-Kreditpunkte).