Universität Fribourg Université de Fribourg Suisse | Universität Freiburg Schweiz Studienangebot

 

Archäologie

Freiburger Profil

Die klassische Archäologie betrifft den antiken Mittelmeerraum und insbesondere die Welt der Griechen und Römer von der minoischen Epoche bis zum Ende des Römischen Reiches.
Die Archäologie beschäftigt sich dabei mit den materiellen Hinterlassenschaften und Ikonografien der vergangenen Kulturen: Architektur, Skulpturen, Urbanismus, Malerei, Mosaike, kleine Objekte (Kunsttischlereiarbeiten, Gläser, Keramikarbeiten, Edelsteine, Münzen etc.) sowie mit Informationen aus der Bioarchäologie, den Geo- und Materialwissenschaften (Paläopathologie, Analyse organischer und anorganischer Stoffe etc.). Auch schriftliche Quellen spielen eine wichtige Rolle. Das Doktoratsprogramm wird grundsätzlich in französischer und deutscher Sprache angeboten, die Dissertation kann aber auch in einer anderen Sprache verfasst werden (z.B. auf Englisch oder Italienisch).

Der Studienbereich Archäologie ist an der Universität Freiburg an der Schnittstelle verschiedener Disziplinen angesiedelt (Kunstgeschichte, Alte Geschichte, Philologie, Literaturwissenschaft, Philosophie, Anthropologie, Religionsgeschichte etc.). Durch den fachübergreifenden Ansatz können die verschiedenen Facetten der griechischen und der römischen Kultur in ihrer Materialität und in ihrer imaginären Dimension erfasst werden. Ein Ausbildungsschwerpunkt liegt auf den visuellen Darstellungssystemen, deren Strategien sich nach der jeweiligen Ausdrucksform richten (Keramik, Intaglio, Wandmalerei, Mosaik etc.). Die Schwerpunkte der derzeitigen Forschung liegen auf der Sozialgeschichte und der Funktionsweise der antiken Wirtschaftssysteme, wobei ein besonderes Augenmerk auf Spielkultur, Votiv- und Wahrsagepraktiken, Magie, Geschichte des Körpers und der Medizin sowie Geschichte der Kinder und Frauen gelegt wird. Auch auf die Geschichte der Sammlungen und der Rezeption der Antike in den späteren Epochen wird eingegangen.

Der Studienbereich fördert sowohl die Grundlagenforschung als auch praktisch ausgerichtete Arbeiten. Die Verfassung der Dissertation kann durch verschiedene andere Aktivitäten abgerundet werden: Teilnahme und/oder Organisation von Kolloquien, Studientagen, Studienreisen, Ausstellungen, Lehrveranstaltungen etc.

Das Doktoratsstudium wird von einem abwechslungsreichen Programm begleitet, das es den Doktorandinnen und Doktoranden ermöglicht, ihre Kenntnisse zu erweitern und sich das für jede akademische Laufbahn unverzichtbare nationale und internationale Netzwerk aufzubauen. Mit diesem regelmässigen wissenschaftlichen Austausch möchten wir unsere Kenntnisse über die Vergangenheit vertiefen, aufbauen und verbreiten.

Die Dissertation umfasst die Ausarbeitung und öffentliche Verteidigung einer Forschungsarbeit, wobei die Doktorandinnen und Doktoranden eng mit ihrer Dissertationsleiterin/ihrem Dissertationsleiter (oder –mitleiterin/mitleiter) zusammenarbeiten. Derzeit werden in diesem Studienbereich Dissertationen zu folgenden Themen angefertigt:

  • Anthropologie und Bild: Handlungsfähigkeit von Kindern in der klassischen griechischen Keramik
  • Archäologie der Wirtschaft: die Handelsplätze der Iberischen Halbinsel, die Praktiken in Zusammenhang mit der Ernährung
  • Archäologie der Familie und der Verwandtschaftsbeziehungen
  • Archäologie der medizinischen Praxis in Italien und in den römischen Provinzen
  • Die künstlerischen Transfers und die kulturellen Interaktionen (Amulette, astrologische Ikonografie, Steingravuren vom alten Ägypten bis zum Ende der Antike)
  • Räumliche und visuelle Strategien der Heiligkeit
  • Die verschiedenen Akteure der künstlerischen und architekturalen Produktion (Händler, Kommanditäre etc.)
  • Archäologie und Bioarchäologie (Paläopathologie, Isotopenanalyse, Analyse organischer Stoffe etc.)

Professorinnen und Professoren, die berechtigt sind, Dissertationen zu betreuen

  • Prof. Véronique Dasen

Spezialisierungsbereiche:
– Ikonografie und materielle Kultur der Griechen und Römer (griechische Keramik, Intaglien etc.)
– Archäologie und Anthropologie der antiken Spielkultur
– Archäologie und Anthropologie des Körpers (Medizin und Gesundheit, Körpergebräuche und -praktiken)
– Archäologie und Ikonografie der Magie- und Votivpraktiken, Astrologie
– Materielle Kultur und Ikonografie der Frauen und der Kinder, Gender Studies

  • Prof. Nathan Badoud

Spezialisierungsbereiche:
– Archäologie der rhodischen Welt
– Archäologie der Wirtschaft
– Amphoren und Stempel auf Amphoren
– Beziehungen zwischen Rom und der griechischen Welt
– Die Skulptur und ihre Funktionsweise

  • PD Dr. Ulrich Schädler

Spezialisierungsbereiche:
– Architektur und Skulptur (Porträt)
– Geschichte der Spielkultur
– Geschichte der archäologischen Sammlungen
– Antiker Urbanismus

Betreuung von Dissertationen in französischer, deutscher, englischer und italienischer Sprache.

Studienaufbau

Studienstruktur

Es können keine ECTS-Kreditpunkte erworben werden.

Doktoratsschule

https://antiquite.cuso.ch/edocsa-accueil/
https://gender.cuso.ch

Zulassung

Die Zulassung zum Doktorat setzt einen universitären Bachelor- und Masterabschluss oder einen gleichwertigen Studienabschluss einer von der Universität Freiburg anerkannten Universität voraus.

Vor der Anmeldung muss eine Professorin oder einen Professor kontaktiert werden, die oder der bereit ist, die Dissertation zu betreuen.

Es besteht kein Anspruch darauf, zum Doktorat zugelassen zu werden.

Die jeweiligen Zulassungsbedingungen der einzelnen Doktorats-Studienprogramme bleiben vorbehalten.