Universität Fribourg Université de Fribourg Suisse | Universität Freiburg Schweiz Studienangebot

 
 

Biologie

Freiburger Profil

Das Departement für Biologie bietet ein Doktoratsprogramm in Biologie an. Das Programm wird vollständig in englischer Sprache durchgeführt und umfasst ein persönliches Forschungsprojekt, das in einem Zeitrahmen von drei bis vier Jahren abzuwickeln ist. Darüber hinaus besteht das Doktoratsprogramm aus Seminaren und Vorlesungen gemäss den Statuten der Fribourg Graduate School of Life Sciences (FGLS).

In den Biologielaboren der Universität Freiburg wird hauptsächlich in drei Gebieten geforscht:

Ökologie und Evolution
Dieses Forschungsgebiet beschäftigt sich mit organismischer Biologie, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf Ökologie und Evolution gelegt wird. Derzeit setzen sich die Forscher mit der Struktur von Nahrungsnetzen, Naturschutzbiologie, Bioinvasoren, Agroökologie, Wirt-Parasit-Interaktionen, Life-History-Evolution, Inzuchtdepression, Evolution in fragmentierten Habitaten und Populationsgenetik auseinander. Die untersuchten Organismen sind vollständige Nahrungsnetze, Wasserflöhe (Daphnia), Rosskastanienminiermotten (Cameraria), die Pflanzen Rispen-Flockenblume (Centaurea stoebe), Greiskraut (Senecio), Germer (Veratrum), Ampfer (Rumex) sowie deren natürliche Feinde.

Neurowissenschaften und Entwicklungsbiologie
In den Laboren werden in den folgenden Modellsystemen die Mechanismen der Tierentwicklung sowie die Funktion des Nervensystems erforscht: Fruchtfliege Drosophila melanogaster, Fadenwurm Caenorhabditis elegans, Zebrabärbling Danio rerio und Maus. Die Forschungsthemen umfassen molekulare Aspekte der Regeneration, Zelldifferenzierung in somatischen Geweben und Keimbahnen, neuronale Auswüchse und Verbindungen, Verhalten, Chemorezeptoren und Alterung. Zu den verwendeten Werkzeugen zählen unter anderem Molekulargenetik, Molekularbiologie, Proteinanalyse, Mikroskopie und Imaging sowie Verhaltensanalyse.

Pflanzenbiologie
In diesem Bereich werden die zellulären und molekularen Aspekte pathogener und symbiotischer Pflanzen-Mikroben-Interaktionen hervorgehoben. Die Forschungsgruppen konzentrieren sich auf Aspekte wie die Mikrobenerkennung durch die Pflanzen, Abwehrmobilisierung, Stoffwechsel- und Hormonanpassungen sowie die Beeinflussung der Wirtsabwehr durch die Mikrobe. Dabei stützen sich die Forscher derzeit auf Molekularbiologie, reverse Genetik, Imaging, Analytik und Biochemie. Die sowohl praktische als auch theoretische Ausbildung bereitet die Doktorandinnen und Doktoranden auf die Herausforderungen des Berufslebens vor.

Sie lernen, ein Forschungsprojekt auf unabhängige Art und Weise durchzuführen, wissenschaftliche Daten zu interpretieren und zu präsentieren. In Bezug auf das jeweilige Forschungsthema werden unabhängiges Denken, die Überprüfung der Experimente und Beseitungung von etwaigen technischen oder konzeptuellen Problemen, die Auswertung der Daten sowie die Einordnung in einen allgemeinen Kontext und natürlich Teamarbeit erwartet. Die Doktorandinnen und Doktoranden nehmen an internationalen wissenschaftlichen Konferenzen teil, um ihr Wissen zu erweitern und ein wissenschaftliches und soziales Netzwerk aufzubauen.

Die Entlöhnung der Doktorandinnen und Doktoranden im Departement für Biologie richtet sich nach den Standards der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.

Um sich für das Doktoratsprogramm anzumelden, wählen die Bewerber ein Labor aus, in dem sie ihre Dissertationsarbeit erstellen möchten (siehe Kontakt). Nachdem sie die relevanten Veröffentlichungen konsultiert haben, wenden sie sich an den Gruppenleiter, der ihnen Auskunft über offene Stellen gibt.

Die Bewerber können auch die offenen Stellen der FGLS konsultieren. Das Auswahlverfahren findet zwei Mal jährlich statt und besteht aus einer 15-minütigen mündlichen Präsentation und Gesprächen mit den verschiedenen Gruppenleitern.

Die folgende Liste von Laboren erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Prof. Simon Sprecher

– Entwicklung und Spezifizierung von Photorezeptorneuronen bei Larven
– Genetische Prüfung des Genexpressionswechsels der Sinnesrezeptoren während der Metamorphose
– Sezierung des neuronalen Kreislaufs für das Sehen der Drosophila-Larve: Bestimmung der Neuronen und ihrer synaptischen Verbindungen
– Sezierung des neuronalen Kreislaufs für das Sehen der Drosophila-Larve: Neuronenfunktion bei der lichtgesteuerten Navigation, Ausbildung von visuellem Lernen und Gedächtnis
– Vermehrungskontrolle bei neuronalen Zellen in der Entwicklung
– Neuroanatomie des Gehirns der Ameise: Einblicke in ein System verschiedener Kasten
– Superauflösende bildgebende Verfahren zur Identifikation synaptischer Verbindungen
– Systembiologie des Vergessens

  • Prof. Anna Jazwinska

– Mechanismen von Flossen-, Herz- und Retinaregeneration bei Zebrabärblingen

  • Prof. Louis-Félix Bersier

– Biodiversität und Gemeinschaftsstruktur
– Metagemeinschaften
– Nahrungsnetze
– Konservierung
– Dynamiken von multitrophischen Systemen in Mesokosmen
– Modellierung

  • Prof. Heinz Müller-Schärer

– Ökologische und evolutionäre Aspekte von Pflanzen-Antagonisten-Interaktionen
– Pflanzeninvasion und Lebensraumerweiterung
– Biologische Kontrolle

  • Prof. Felix Mauch

– Funktionale Analyse von RxLR-Effektoren bei der Interaktion des Oomyceten-Pathogens Phytophthora brassicae mit Arabidopsis
– Molekularanalyse im Pathosystem Arabidopsis thaliana – Phytophthora
– Signalkontrolle bei krankheitsinduzierter Pflanzenimmunität

Für eine vollständige und aktuelle Liste klicken Sie bitte auf den Internetlink (siehe Kontakt).

Studienaufbau

Studienstruktur

Es können keine ECTS-Kreditpunkte erworben werden.

Doktoratsschule

http://www.unifr.ch/biology/studies/fgls

Zulassung

Die Zulassung zum Doktorat setzt einen universitären Bachelor- und Masterabschluss oder einen gleichwertigen Studienabschluss einer von der Universität Freiburg anerkannten Universität voraus.

Es wird empfohlen, vor der Anmeldung eine Professorin oder einen Professor zu kontaktieren, die oder der bereit ist, die Dissertation zu betreuen.

Es besteht kein Anspruch darauf, zum Doktorat zugelassen zu werden.

Die jeweiligen Zulassungsbedingungen der einzelnen Doktorats-Studienprogramme bleiben vorbehalten.