Universität Fribourg Université de Fribourg Suisse | Universität Freiburg Schweiz Studienangebot

 

Rätoromanisch

Kurzbeschreibung

Das Masterstudienprogramm vertieft die auf Bachelorstufe erworbenen Kompetenzen in rätoromanischer Sprach- und Literaturwissenschaft. In der Linguistik stehen Aspekte der individuellen und gesellschaftlichen Mehrsprachigkeit sowie anwendungsorientierte Fragen rund um die Sprachverwendung und -förderung im Vordergrund. In der Literaturwissenschaft wird das Studium der literarischen Traditionen Romanischbündens und ihrer Beziehungen zu den benachbarten Literaturen vertieft, wobei der kritischen Anwendung theoretischer Modelle besondere Aufmerksamkeit gilt. Ein Praktikum ermöglicht es, Bezüge zu Berufsfeldern herzustellen. Absolventinnen und Absolventen sind qualifiziert für die Tätigkeit in rätoromanischen Institutionen, Medien und Schulen sowie für die Forschung.
Das Masterprogramm setzt vertiefte Kenntnisse in mindestens einer rätoromanischen Varietät voraus. Einige Veranstaltungen werden auf Deutsch und/oder Französisch durchgeführt.

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Profil des Studienprogramms

Im Masterstudienprogramm Rätoromanisch werden die in der Bachelorausbildung erworbenen Kompetenzen systematisiert und kritisch angewendet. Das Programm besteht aus zwei Pflichtmodulen zu 15 ECTS, die jeweils sprach- und literaturwissenschaftliche Lehrveranstaltungen enthalten.
Im linguistischen Teil liegt der Fokus auf der strukturellen Sprachbeschreibung und der Soziolinguistik. Die Studierenden setzen sich im ersten Modul mit theoretischer Literatur zu verschiedenen sprachlichen Analyseebenen auseinander und führen eigenständige empirische Untersuchungen durch. Gegenstand des zweiten Moduls sind anwendungsorientierte Fragen rund um die Sprachverwendung und -förderung, der individuelle und gesellschaftliche Umgang mit Mehrsprachigkeit sowie die institutionelle Sprach- und Kulturdokumentation.
Im literaturwissenschaftlichen Teil wird in beiden Modulen das Studium der literarischen Traditionen Romanischbündens und ihrer Beziehungen zu den benachbarten Literaturen vertieft. Besondere Aufmerksamkeit erhalten gattungsspezifische Fragen sowie Probleme, die sich bei der Anwendung literaturtheoretischer und kritischer Modelle auf eine Regionalliteratur ergeben.
Im Rahmen eines Praktikums bei einer rätoromanischen oder einer mit dem Rätoromanischen verbundenen Institution (Lia Rumantscha, Institut dal Dicziunari Rumantsch Grischun, Post da translaziun da la Chanzlia Chantunala, Radiotelevisiun Svizra Rumantscha, Schulen, Schweizerisches Literaturarchiv etc.) erhalten die Studierenden einen Einblick in mögliche Berufsfelder.

Freiburger Profil
Die Universität Freiburg ist neben der Universität Zürich die einzige Schweizer Hochschule, die ein Studienprogramm in rätoromanischer Sprach- und Literaturwissenschaft anbietet. Der Schwerpunkt des Rätoromanischstudiums liegt in Freiburg auf der Linguistik. Soziolinguistische und sprachkontaktbezogene Fragestellungen finden dabei besondere Berücksichtigung. Das Studienprogramm bietet Möglichkeiten zur Zusammenarbeit innerhalb des Departements für Mehrsprachigkeitsforschung und Fremdsprachendidaktik und nutzt zudem die Synergien, die sich mit dem Institut für Mehrsprachigkeit ergeben. Dieses wissenschaftliche Kompetenzzentrum untersucht im Auftrag des Bundes aktuelle Fragen rund um die Schweizer Sprachenpolitik, zu Schule und Unterricht, zu Sprachkompetenzen und deren Evaluierung sowie zu Migration und Arbeitswelt.

Ausbildungsziele und Berufsperspektiven
Auf Masterstufe erwerben die Studierenden fundierte und praxisrelevante Kompetenzen im Bereich der rätoromanischen Sprach- und Literaturwissenschaft. Die Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage, eigenständig zu forschen, und haben ein kritisches Denkvermögen entwickelt. Diese Kompetenzen sind in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern gefragt: Unterricht auf Sekundarstufe I oder II, Medienarbeit (Radio, Zeitung, Fernsehen, Internet), Mitarbeit in rätoromanischen oder mit dem Rätoromanischen verbundenen Sprach- und Kulturinstitutionen (Lia Rumantscha, Institut dal Dicziunari Rumantsch Grischun, Schweizerisches Literaturarchiv etc.), Übersetzertätigkeit und Verwaltung (Chanzlia Chantunala, Chanzlia Federala), Buchindustrie und Verlagswesen sowie Projektarbeit und Forschung.
Das Masterprogramm erfüllt die Anforderungen für die Zulassung zum Lehrdiplom für Maturitätsschulen (LDM). Ausserdem sind die Absolventinnen und Absolventen qualifiziert für eine akademische Laufbahn.
Wegen der relativ geringen Anzahl von Hochschulabsolventinnen und -absolventen in Rätoromanistik sind auf dem Arbeitsmarkt in Graubünden, in der Bundesverwaltung, an Hochschulen sowie in verschiedenen nationalen Forschungsprojekten immer wieder Personen mit dieser Qualifikation gefragt.

Studienaufbau

Studienstruktur

30 ECTS-Kreditpunkte als Nebenprogramm oder Spezialisierungsprogramm

Studienplan

http://studies.unifr.ch/go/IaFd2

Zulassung

Masterstudiengänge bauen auf die im Bachelorstudium erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten auf.

Inhaberinnen und Inhaber eines universitären Bachelorabschlusses einer Schweizer Universitären Hochschule werden ohne Bedingungen zum Masterstudium zugelassen, wenn sie, je nach gewünschtem Masterstudium, 60 oder 90 ECTS-Kreditpunkte in derselben Studienrichtung erworben haben. Es können jedoch Auflagen verfügt werden. Dasselbe Prinzip gilt für Inhaberinnen und Inhaber eines ausländischen universitären Bachelorabschlusses, der von der Universität Freiburg anerkannt und als gleichwertig eingestuft wird.

Inhaberinnen und Inhaber eines Schweizer oder ausländischen universitären Bachelorabschlusses, der von der Universität Freiburg anerkannt und als gleichwertig eingestuft wird, welche diese Bedingung nicht erfüllen, können mit Bedingungen (vor Beginn des Masterstudiums zu erbringen) und/oder Auflagen (während des Masterstudiums zu erbringen) zum Masterstudium zugelassen werden. Diese Studienleistungen dürfen 60 ECTS-Kreditpunkte nicht überschreiten. Dasselbe trifft für Inhaberinnen und Inhaber eines Bachelorabschlusses einer Schweizer Fachhochschule zu, gemäss den massgebenden Konventionen.

Die spezifischen Zulassungsbedingungen jedes Masterstudienprogrammes bleiben vorbehalten.