Universität Fribourg Université de Fribourg Suisse | Universität Freiburg Schweiz Studienangebot

Chemie und Physik der weichen Materie

Kurzbeschreibung

Die grosse Materialklasse der weichen Materialien umfasst Polymere, Kolloide, Schäume, Gele, biologisches Gewebe und viele andere Arten von Materie, die sowohl Festkörper- als auch Flüssigkeitseigenschaften aufweisen. Weiche Materialien sind im Alltag allgegenwärtig und spielen in zahlreichen Industriezweigen eine massgebliche Rolle. Neben dem traditionellen Werkstoffsektor sind auch die Medizin- und Pharmabranche sowie die Nahrungsmittelindustrie auf weiche Materialien und somit auf in diesem Bereich ausgebildete Fachkräfte angewiesen.
Die Soft Matter Science – die Wissenschaft der weichen Materie – ist ein interdisziplinäres Forschungsgebiet im Schnittbereich von Chemie, Physik, Biologie sowie Materialwissenschaft und Werkstofftechnik. Das im Adolphe Merkle Institut verankerte neue Studienprogramm der Universität Freiburg, das zum Spezialisierten Master of Science in Chemie und Physik der weichen Materie (MScSoft) führt, ist eine intellektuelle Herausforderung und Fundament für hervorragende Beschäftigungschancen.

Profil des Studienprogramms anzeigen

Profil des Studienprogramms

Der Spezialisierte Master of Science in Chemie und Physik der weichen Materie (MScSoft) ist auf kreative, aufgeschlossene und vielseitig interessierte Talente zugeschnitten, die eine berufliche Laufbahn im Bereich weicher Materialien anstreben. Die Studierenden bringen in der Regel einen Bachelor- oder einen Masterabschluss in Chemie, Physik, Materialwissenschaft oder einer eng verwandten Disziplin mit. Das Studienprogramm wird auf Englisch angeboten und setzt somit adäquate Englischkenntnisse voraus.

Begründung
Die grosse Materialklasse der weichen Materialien umfasst Polymere, Kolloide, Schäume, Gele, biologisches Gewebe und viele andere Arten von Materie, die sowohl Festkörper- als auch Flüssigkeitseigenschaften aufweisen. Weiche Materialien sind im Alltag allgegenwärtig und spielen in zahlreichen Industriezweigen eine massgebliche Rolle. Neben dem traditionellen Werkstoffsektor sind auch die Medizin- und Pharmabranche sowie die Nahrungsmittelindustrie auf weiche Materialien und somit auf in diesem Bereich ausgebildete Fachkräfte angewiesen.

Ausbildungsziele
Ziel des mit dem Spezialisierten Master of Science in Chemie und Physik der weichen Materie (MScSoft) abschliessenden Studienprogramms ist es, im interdisziplinären Forschungsbereich der Soft Matter Science das Wissen der Studierenden zu vertiefen bzw. ihre Kompetenzen zu perfektionieren und sie zugleich mit dem Englischen als Arbeitssprache vertraut zu machen. Im Gegensatz zu anderen Masterprogrammen im Bereich der Materialwissenschaft, die die klassische breite, von Metallen bis zu Keramiken reichende Materialpalette abdecken, liegt der Fokus des MScSoft auf den physikalischen, chemischen und biologischen Aspekten weicher Materie, darunter Polymere, Kolloide, Schäume, Gele, Granulate, Flüssigkristalle und biologische Materialien. Darüber hinaus werden die grundlegenden Aspekte der Grenzflächen von Biomaterialien behandelt.

Dieses interdisziplinäre Studienprogramm basiert auf den Kernkompetenzen der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg im Bereich weicher Materialien. Verankert ist es im Adolphe Merkle Institut (AMI), einem interdisziplinären Kompetenzzentrum, das für seine Spitzenforschung und -lehre im Bereich weicher Nanomaterialien internationale Anerkennung geniesst. Die Lehre übernehmen namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Adolphe Merkle Instituts und anderer Departemente der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, wobei die Ressourcen mehrerer interdisziplinärer Netzwerke, insbesondere des Nationalen Kompetenzzentrums für intelligente, bio-inspirierte Materialien und des Fribourg Center for Nanomaterials (FRIMAT), genutzt werden.

Die Studierenden entwickeln ein grundlegendes Verständnis der Synthese, Verarbeitung und Charakterisierung weicher (Nano-)Materialien, ihrer Struktur-Eigenschaftsbeziehungen und der relevanten Aspekte für technische Anwendungen in verschiedenen Bereichen wie der Werkstoffindustrie, in Konsumgütern (Nahrungsmittel, Kosmetik, Arzneimittel) und der Medizin. Das Lehrveranstaltungsprogramm wird durch zahlreiche Praktika, Kurzprojekte und ein interdisziplinäres Masterprojekt abgerundet, die allesamt in die Forschungsaktivitäten des Adolphe Merkle Instituts integriert sind und den Studierenden wichtige praktische Erfahrungen ermöglichen und aussergewöhnlich hohe praktische Kompetenzen vermitteln. Die fachliche Ausbildung wird komplettiert durch Studienmodule zum Wissenschaftsenglisch, zu ethischen Aspekten, zu wichtigen komplementären Faktoren wie Innovation und Technologietransfer sowie zur Weiterentwicklung der Soft Skills.

Dieses spezialisierte Masterprogramm umfasst drei Semester mit Vorlesungen, Übungen, Projekten und Seminaren sowie ein etwa acht Monate dauerndes interdisziplinäres Projekt und wird mit der Masterarbeit abgeschlossen. Die Kombination des Kerncurriculums mit einer beträchtlichen Anzahl von Wahlpflichtveranstaltungen und einer umfassenden praktischen Ausbildung garantiert einen interdisziplinären Studienplan, der den Studierenden zudem die Vertiefung ihres Fachwissens ermöglicht und ihre Fähigkeit fördert, komplexe Probleme in Teamarbeit zu lösen.

Das Studienprogramm setzt sich aus folgenden Unterrichtseinheiten zusammen:

  • Einführungsvorlesungen zur wissenschaftlichen Methodologie der Chemie, Physik und Biologie sowie zu anspruchsvollem naturwissenschaftlichem Denken vermitteln Grundkenntnisse und tragen zum Verständnis der grundlegenden Konzepte bei.
  • Übungen, die die Vorlesungen ergänzen, fördern das Verständnis und die praktische Anwendung der Vorlesungsinhalte massgeblich. Die Studierenden üben die erlernten Grundlagen und Techniken und wenden sie an.
  • Experimentelle bzw. theoriebezogene Praktika sind die Grundlage der wissenschaftlichen Forschung. Sie bieten ein kontrolliertes Umfeld für die Durchführung von Messungen oder chemischen Synthesen. Im Rahmen dieser Praktika lernen die Studierenden viele der in der Forschung zum Einsatz kommenden Labortechniken und -instrumente sowie bewährte Verfahren kennen.
  • In Seminarvorträgen sollen die Kenntnisse in den im Rahmen der Vorlesungen in geringerem Masse abgedeckten Fachbereichen vertieft und die Kompetenzen im Bereich der mündlichen Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse weiterentwickelt werden.
  • Studierendenprojekte sind ein erster Schritt zur Anwendung der in den Vorlesungen und Übungen erworbenen Kompetenzen auf konkrete wissenschaftliche Fragestellungen.
  • Die Ausarbeitung der Masterarbeit unter Anleitung eines erfahrenen Wissenschaftlers stellt dann den tatsächlichen Einstieg in die wissenschaftliche Forschung dar.

Unterrichtssprache ist Englisch. Sämtliche Prüfungen und schriftlichen Arbeiten (Projektberichte, Masterarbeit etc.) sind auf Englisch ab- bzw. vorzulegen.

Akademische und berufliche Perspektiven
Der Spezialisierte Master of Science in Chemie und Physik der weichen Materie (MScSoft) ist nicht nur eine intellektuelle Herausforderung, sondern eröffnet auch hervorragende Beschäftigungschancen in einem breiten Spektrum an Branchen bzw. eine akademische Laufbahn mit einem Doktorat. Potenzielle Arbeitgeber sind u.a. die Chemie-, die Arzneimittel- und die Nahrungsmittelbranche sowie Unternehmen, die für diese Branchen Güter und Dienstleistungen für Ausrüstung, Messung und Analyse oder Forschung und Regulierung bereitstellen.

Studienaufbau

Studienstruktur

120 ECTS-Kreditpunkte, 4 Semester

Studienplan

http://www.unifr.ch/science/plans/plans_d.php

Zulassung

Masterstudiengänge bauen auf den im Bachelorstudium erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten auf.

Ohne zusätzliche Anforderungen zum Master zugelassen werden kann, wer über einen schweizerischen universitären Bachelorabschluss in der gleichen Studienrichtung (d.h. einen Bachelorabschluss mit mindestens 60 ECTS-Kreditpunkten in der Studienrichtung des angestrebten Masters) verfügt. Gleiches gilt für von der Universität Freiburg anerkannte und als gleichwertig eingestufte ausländische universitäre Bachelorabschlüsse.

Mit Bedingungen (vor dem Masterstudium zu erfüllen) oder Auflagen (während dem Masterstudium zu erfüllen) kann zum Master zugelassen werden, wer über einen schweizerischen oder einen von der Universität Freiburg anerkannten und als gleichwertig eingestuften ausländischen universitären Bachelorabschluss in einer anderen Studienrichtung verfügt. Gemäss geltenden Abkommen, kann mit Bedingungen oder Auflagen auch zugelassen werden, wer über einen Bachelorabschluss einer schweizerischen Fachhochschule verfügt.

Die jeweiligen Zulassungsbedingungen der einzelnen Masterprogramme bleiben vorbehalten.