Universität Fribourg Université de Fribourg Suisse | Universität Freiburg Schweiz Studienangebot

 

Theologie

Kurzbeschreibung

Innerhalb einer staatlichen Universität erbringt die Theologie einen spezifischen Beitrag zur Forschung: eine intellektuelle, wissenschaftliche und vernunftbegründete Auseinandersetzung mit dem christlichen Zugang zur Gottesfrage, besonders aus der Perspektive der katholischen Tradition heraus. Die anderen Studienbereiche erweitern die theologische Reflexion, indem sie sie mit anderen Weisen konfrontieren, die Wirklichkeit zu erfassen. Der Reichtum der theologischen Gebiete ermutigt die Studierenden, die Bachelorausbildung mit zwei zusätzlichen Jahren zu ergänzen, welche auf das Diplom Master of Theology (Vollprogramm, 120 ECTS-Kreditpunkte) zielen. Die Masterarbeit gibt dem oder der Studierenden die Möglichkeit, seine oder ihre Fähigkeit zu einer persönlichen wissenschaftlichen Arbeit zu prüfen.
Das Diplom Master of Theology mit Spezialisierung kann durch eine Profilierung in 60 der 120 erforderlich ECTS-Kreditpunkte gemäss der gewählten Spezialisierung erhalten werden: 30 ECTS-Kreditpunkte für die betreffenden Vorlesungen und 30 ECTS-Kreditpunkte für die Masterarbeit. Mögliche Spezialisierungen sind beispielsweise Christlicher Orient, Interreligiöser Dialog, Praktische Theologie, oder das Neue Testament in seiner kulturgeschichtlichen Umwelt.

Profil des Studienprogramms anzeigen

Profil des Studienprogramms

Die Theologie unterscheidet sich zugleich von den anderen Wissenschaftsgebieten, weil sie eine eigene leitende Perspektive hat: Sie handelt grundlegend von Gott und von den Geschöpfen, insofern sie auf Gott als Ursprung und Ziel bezogen sind. Sie reflektiert ihre eigene Stellung und jene der Kirche in der Gesellschaft. Theologinnen und Theologen tragen Mitverantwortung für eine nachhaltige Entwicklung mit menschlichem Antlitz auf unserem Planeten. Angesichts der Deregulierung im religiösen und ethischen Bereich (fundamentalistische und esoterische Strömungen) und in der Suche nach einem friedlichen Zusammenleben der Religionen und Kulturen hat die kritische Arbeit der Theologie einen wertvollen Beitrag zu leisten, um Wert- und Wahrheitsfragen im gesellschaftlichen Diskurs lebendig zu halten.
In diesem weiten Horizont steht die Theologische Fakultät im Dienst der Kirche als Gemeinschaft wie auch ihrer einzelnen Glieder sowie im Dienst an der Gesellschaft. Das Fragen und Forschen der Theologie, das mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Methoden arbeitet, hat eine kritisch-aufbauende Funktion.

Die Theologische Fakultät der Universität Freiburg ist die grösste theologische Fakultät der Schweiz und von einem weltoffenen Geist geprägt. Sie ist eine der zwei katholisch-theologischen Fakultäten, die in eine staatliche Universität integriert sind und unterliegt staatlichem Recht wie die übrigen Fakultäten der Universität, besitzt aber zugleich die Anerkennung kirchlicher Autoritäten und wird vom Dominikanerorden und der Schweizer Bischofskonferenz mitgetragen.
In Europa wohl einmalig ist die vollständige Zweisprachigkeit der Fakultät. Die Studien können in Deutsch, Französisch oder in beiden Sprachen (Zusatz «Zweisprachiges Studium, Deutsch/Französisch») besucht werden. Über die Hälfte der Professorenschaft und fast die Hälfte der Studierenden stammen aus dem Ausland. Der Geist einer weltoffenen Katholizität prägt die Fakultät und das universitäre Leben und gibt Freiburg als Studienort eine internationale Bekanntheit und Anerkennung.

Studierende haben im Prinzip die Möglichkeit, einen Teil ihrer Ausbildung an einer Partneruniversität zu absolvieren oder an einer Universität fortzusetzen, die Mitglied eines Netzes ist, dem die Universität Freiburg angeschlossen ist.

Spezialisierung
Eine Spezialisierung kann aus 17 unterschiedlichen Gebieten gewählt werden (siehe http://studies.unifr.ch/go/K5qaJ). Der für die Spezialisierung zuständige Professor erarbeitet mit dem Studierenden ein Programm. Die Wahl einer Spezialisierung ist gerade für die Studierenden sinnvoll, die bereits ihre berufliche Richtung kennen und so auf diese besser eingehen können.

Berufsperspektiven
Das Studium der Theologie ermöglicht Berufsperspektiven in öffentlichen sozialen und kulturellen Einrichtungen, in der Mediation, im Verlagswesen, im Personalmanagement, in Sozialarbeit und psychologischer Begleitung, in Beratungsstellen für Weltanschauungs- und Religionsfragen (interreligiöser Dialog), in der Ethikberatung sowie in Erwachsenenbildung und Journalismus.
Dieses Studienprogramm bildet die theologische Ausbildung der künftigen Priester, Pastoralassistentinnen oder Pastoralassistenten, sowie von Lehrerinnen oder Lehrern (siehe «Unterricht auf der Sekundarstufe»).
Für diejenigen Studierenden, die sich auf einen kirchlichen Dienst vorbereiten, bieten die Schweizer Bistümer eine verpflichtende Studienbegleitung an. Sie umfasst eine geistliche Begleitung, eine Einübung in das Leben in Gemeinschaft und Elemente der spezifischen Vorbereitung auf den pastoralen Dienst. Ansprechpartner sind die Regenten der Priesterseminare der Diözesen.

Studienaufbau

Studienstruktur

120 ECTS-Kreditpunkte, 4 Semester

Studienplan

http://studies.unifr.ch/go/K5qaJ

Zulassung

Masterstudiengänge bauen auf die im Bachelorstudium erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten auf.

Inhaberinnen und Inhaber eines universitären Bachelorabschlusses einer Schweizer Universitären Hochschule werden ohne Bedingungen zum Masterstudium zugelassen, wenn sie, je nach gewünschtem Masterstudium, 60 oder 90 ECTS-Kreditpunkte in derselben Studienrichtung erworben haben. Es können jedoch Auflagen verfügt werden. Dasselbe Prinzip gilt für Inhaberinnen und Inhaber eines ausländischen universitären Bachelorabschlusses, der von der Universität Freiburg anerkannt und als gleichwertig eingestuft wird.

Inhaberinnen und Inhaber eines Schweizer oder ausländischen universitären Bachelorabschlusses, der von der Universität Freiburg anerkannt und als gleichwertig eingestuft wird, welche diese Bedingung nicht erfüllen, können mit Bedingungen (vor Beginn des Masterstudiums zu erbringen) und/oder Auflagen (während des Masterstudiums zu erbringen) zum Masterstudium zugelassen werden. Diese Studienleistungen dürfen 60 ECTS-Kreditpunkte nicht überschreiten. Dasselbe trifft für Inhaberinnen und Inhaber eines Bachelorabschlusses einer Schweizer Fachhochschule zu, gemäss den massgebenden Konventionen.

Die spezifischen Zulassungsbedingungen jedes Masterstudienprogrammes bleiben vorbehalten.

Varianten

Wird auch als Nebenprogramm angeboten (30 ECTS-Kreditpunkte).