Universität Fribourg Université de Fribourg Suisse | Universität Freiburg Schweiz Studienangebot

 

Biologie

Kurzbeschreibung

Das Departement für Biologie der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen Fakultät bietet ein multidisziplinäres Masterprogramm mit vier verschiedenen Orientierungen: Biochemie, Ökologie und Evolution, Neuro- und Entwicklungsbiologie, und Pflanzen-Mikroben Interaktionen. Dank einer Vereinbarung mit den Universitäten Bern und Neuenburg haben die Studierenden die Option, auch an diesen beiden Institutionen Wahlkurse zu belegen. Die Studierenden des Masterprogramms in Biologie arbeiten in Forschungsteams, damit sie alle Aspekte des Lebens eines Forschungswissenschaftlers kennenlernen und Erfahrungen in der akademischen Forschung sammeln können. Zudem haben sie die Möglichkeit, als Assistentinnen und Assistenten an praktischen Kursen und anderen Aktivitäten mitzuwirken.

Profil des Studienprogramms anzeigen

Profil des Studienprogramms

Das Studium der Biologie eröffnet eine faszinierende Welt, die sich von Biomolekülen bis zur Funktionsweise von Ökosystemen erstreckt. Das von der Universität Freiburg angebotene Masterstudienprogramm in Biologie legt besonderes Gewicht auf die Entwicklung des wissenschaftlichen Potenzials der Studierenden. So sollen sie befähigt werden, selbständig zu denken, Probleme zu lösen, Daten kritisch auszuwerten, mündlich und schriftlich zu kommunizieren und im Team zu arbeiten. Englisch ist für alle Kurse Hauptsprache; die Studierenden können ihre Prüfungen jedoch wahlweise auf Englisch, Französisch oder Deutsch ablegen.

Im Rahmen des Masterstudienprogramms vertiefen die Studierenden ihr Wissen über die modernen Biowissenschaften und erwerben die für die Grundlagenforschung und praktische Anwendungen benötigten Techniken. Dank einer Vereinbarung mit den Universitäten Bern und Neuenburg (Rahmenvereinbarung BENEFRI) haben die Studierenden die Option, auch an diesen beiden Insitutionen Wahlkurse zu belegen und für das Studienprogramm in Freiburg anrechnen zu lassen. Diskussionen, Seminarvorträge und die Erstellung projektbezogener Dokumentationen runden das Angebot an Pflicht- und Wahlveranstaltungen ab. Die Masterstudierenden sind in Forschungsteams organisiert, damit sie alle Aspekte des Lebens eines Forschungswissenschaftlers kennenlernen und Erfahrungen in der akademischen Forschung sowie in der Planung, Ausführung, Analyse und Präsentation von Forschungsergebnissen sammeln können. Zudem haben sie die Möglichkeit, an der Leitung praktischer Kurse und bei anderen Aktivitäten unterstützend mitzuwirken, für die sie auf Stundenbasis bezahlt werden.

Das Departement für Biologie der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen Fakultät bietet ein multidisziplinäres Masterprogramm mit vier verschiedenen Orientierungen an:

  1. Biochemie
    Bei der Orientierung Biochemie wird das Augenmerk auf Biomoleküle gelegt, welche die innere Uhr, die sensorische Verarbeitung von Nahrungsmitteln, die Wachstumskontrolle, den Lipidstoffwechsel, die Ribosom-Biogenese, die Membranlipide und die Kohlenhydrate steuern. Bei den Studienobjekten handelt es sich um die Maus und den einzelligen Pilz Saccharomyces cerevisiæ (Backhefe). Beide Systeme erlauben einen faszinierenden und detaillierten Einblick in Genfunktionen und die Homöostase;
  2. Ökologie und Evolution
    Diese Orientierung fördert eine höhere Ausbildung und Forschung in organismischer Biologie, insbesondere der Ökologie und der Evolution. Das derzeitige Interesse der Forschungsteams dieser Orientierung gilt den Nahrungsnetzstrukturen, der Naturschutzbiologie, den invasiven Arten, der Agrarökologie, den Wirt-Parasit-Interaktionen, der Lebensgeschichte/Evolution, der Inzuchtdepression, der Evolution in Biotopen und der Populationsgenetik. Zu den Studienobjekten gehören ganze Nahrungsnetze, Wasserflöhe (Daphnia), Rosskastanienminiermotten (Cameraria), aber auch Pflanzen wie Rispen-Flockenblumen (Centaurea stoebe), Kreuzkraut (Senecio), Germer (Veratrum), Ampfer (Rumex), Pappel (Populus) und ihre natürlichen Feinde;
  3. Neuro- und Entwicklungsbiologie
    Diese Orientierung konzentriert sich auf die Mechanismen, welche die tierische Entwicklung in folgenden Tiermodellen regeln: Taufliege (Drosophila melanogaster), Fadenwurm (Caenorhabditis elegans), Zebrabärbling (Danio rerio) und Maus. Forschungsgruppen untersuchen die molekularen Aspekte der Regeneration, der Zelldifferenzierung, des Wachstums von Nervenzellen, des Verhaltens, der Chemorezeptoren und der Alterung. Die angewandten Methoden sind Molekulargenetik, Molekularbiologie, Proteinanalyse, Verhaltensanalyse, Mikroskopie, die Analyse und Verarbeitung von digitalen Bildern, und vieles mehr;
  4. Pflanzen-Mikroben Interaktionen
    Diese Orientierung betont die zellularen und molekularen Aspekte der pathogenen und symbiotischen Pflanzen-Mikroben-Interaktion. Die Forschungsgruppen konzentrieren sich auf die verschiedensten Aspekte von der Erkennung der Mikroben durch Pflanzenrezeptoren über die Einleitung der Verteidigungsmassnahmen sowie metabolische und hormonale Anpassungen bis hin zur Reaktion der Mikroben auf die Abwehrmechanismen des Wirts. Dabei kommt eine Vielzahl an Werkzeugen aus den Bereichen Molekularbiologie, reverse Genetik, Bildgebung und Biochemie zum Einsatz. Da sich die Ausbildung sowohl theoretischen als auch praktischen Bereichen widmet, werden die Studierenden umfassend auf die Herausforderungen vorbereitet, die das Berufsleben für sie bereithält.

Akademische und berufliche Perspektiven
Absolventinnen und Absolventen können beispielsweise als Forscherinnen oder Forscher in Biotech-Unternehmen oder in Laboratorien für die Qualitätskontrolle (Pharma- und Agrar-/Nahrungsmittelindustrie) sowie als Umweltberaterinnen oder Umweltberater, Biosicherheitsbeauftragte, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter in verschiedenen Ämtern und Departementen der Schweizer Eidgenossenschaft arbeiten. Auch Vertriebsabteilungen von Biotech-Unternehmen sowie Hochschulen sind mögliche Arbeitgeber. Zudem können Absolventinnen und Absolventen in den Bereichen Pflanzenschutz, Gesundheit von Mensch und Tier oder Umweltschutz tätig werden. Mit einem Masterabschluss in Biologie kann man sich für Stellen bewerben, für die ein solides biologisches Grundwissen, ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten, ein kritisches Beurteilungsvermögen und einige praktische Erfahrungen und Fertigkeiten benötigt werden. Schliesslich ebnet der Master den Weg zum Doktorat. Während des drei- bis vierjährigen Doktorats lernen die Studierenden, unabhängige Forschung zu betreiben. In dieser Zeit erhalten die Studierenden ein Salär und werden über Meetings und Publikationen in die internationale Forschergemeinschaft eingeführt. Der Weg zu akademischen Stellen sowie zu Positionen in Geschäftsleitungen industrieller Unternehmen inner- und ausserhalb der Schweiz führt in der Regel über ein Doktoratsstudium mit anschliessender Postdoc-Stelle.

Studienaufbau

Studienstruktur

90 ECTS-Kreditpunkte, 3 Semester

Studienplan

http://www.unifr.ch/science/plans/plans_d.php

Zulassung

Masterstudiengänge bauen auf den im Bachelorstudium erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten auf.

Ohne zusätzliche Anforderungen zum Master zugelassen werden kann, wer über einen schweizerischen universitären Bachelorabschluss in der gleichen Studienrichtung (d.h. einen Bachelorabschluss mit mindestens 60 ECTS-Kreditpunkten in der Studienrichtung des angestrebten Masters) verfügt. Gleiches gilt für von der Universität Freiburg anerkannte und als gleichwertig eingestufte ausländische universitäre Bachelorabschlüsse.

Mit Bedingungen (vor dem Masterstudium zu erfüllen) oder Auflagen (während dem Masterstudium zu erfüllen) kann zum Master zugelassen werden, wer über einen schweizerischen oder einen von der Universität Freiburg anerkannten und als gleichwertig eingestuften ausländischen universitären Bachelorabschluss in einer anderen Studienrichtung verfügt. Gemäss geltenden Abkommen, kann mit Bedingungen oder Auflagen auch zugelassen werden, wer über einen Bachelorabschluss einer schweizerischen Fachhochschule verfügt.

Die jeweiligen Zulassungsbedingungen der einzelnen Masterprogramme bleiben vorbehalten.

Varianten

Wird auch als Nebenprogramm angeboten (30 ECTS-Kreditpunkte).